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"Tag der offenen Tür" in der Realschule 2008

20080218awnHip Hop zur Begrüßung

"Tag der offenen Tür" in der Realschule lockt zahlreiche Interessierte

"Für die Eltern der Viertklässler steht eine wichtige Entscheidung an: Im Sommer wechseln ihre Sprösslinge auf eine weiterführende Schule. Diese soll sie nach Möglichkeit optimal auf das spätere Berufsleben vorbereiten. Doch welche Bildungseinrichtung ist die richtige? Wo wird das Kind am besten ausgebildet?
Antworten auf diese und andere Fragen fanden Eltern möglicherweise am Samstag beim 'Tag der offenen Tür' in der Realschule Westerkappeln. Rektor Franz-Josef Schlie begrüßte dazu 96 Mädchen und Jungen der fünf Grundschulen aus Westerkappeln und Lotte mit ihren Eltern im Schulzentrum.
Die Kinder konnten gleich sehen, dass Schule Spaß macht. Denn zur Einstimmung tanzte die Jazzdance-AG der Fünft- und Sechstklässler zu aktuellem Hip-Hop-Mix über die Bühne. 'Ein paar der Tänzerinnen saßen vor einem Jahr noch da, wo ihr jetzt sitzt', erzählte Franz-Josef Schlie den sichtlich beeindruckten Steppkes.
Beim 'Schnupperunterricht' gab es dann einen ersten Einblick in die Lehrmethoden. Physiklehrer Markus Bietendüvel erläuterte beispielsweise die wichtigsten Fakten zum Magnetismus. Dann durften die Jungen und Mädchen die Theorie in die Praxis umsetzen und einen eigenen Kompass bauen.

20080218bwnIm Biologieraum stand das 'Wunder Samen' auf dem Programm. 'Im Innern des Samens ist ein vollständiger Embryo vorhanden, aus dem die Pflanze wächst'", erläuterte Lehrerin Christa Geers und ließ jeden Neuling eine eigene Prunkbohne sezieren.
Bei einer Führung durch das Gebäude zeigten die Lehrer den Grundschülern alle wichtigen Ecken. Zum Abschluss gab es Kaffee und Kekse in der Aula. Lehrer und Rektor standen dabei Frage und Antwort.
Franz-Josef Schlie freute sich über das gestiegene Interesse an seiner Schule. 'Wir haben mit 70 bis 80 Anmeldungen jährlich bisher eine stabile Dreizügigkeit', zeigte er sich zufrieden. 2008 werde die Zahl vermutlich sogar leicht steigen.
Schlie wird die Kinder bei ihren ersten Schritten in der neuen Umgebung allerdings nicht mehr begleiten. Nach 33 Jahren als Lehrer, davon 17 Jahre als Rektor der Realschule, geht er am Ende des Schuljahres in Pension.
Auf die zukünftigen Schüler warten derweil interessante Projekte: So stärken sie mit gezielten Spielen beim 'lions quest'-Programm ihr Selbstbewusstsein und ihre Persönlichkeit. Es gibt Klassenpaten aus älteren Jahrgängen, die als Streitschlichter ohne Lehrer Konflikte lösen und beim Projekt 'Schule ohne Rassismus' lernen die Jungen und Mädchen soziale Verantwortung zu tragen."

Westfälische Nachrichten vom 18. 2. 2008 - Fotos: Sonja Möller