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Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

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Die Auferstehung

Auf dem Deutschen Jugendhilfetag in Osnabrück 2005 wurde die Aktion "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" vorgestellt.
Auch wenn es keine offene Diskriminierung an der Realschule gab, war ein Schülerinnen-Quintett der Klasse 10 der Ansicht, dass manches verbessert werden könnte, so beispielsweise die Kommunikation zwischen Ausländern und Nicht-Ausländern. Die Ansicht dies zu unterstützen teilten Nina Finsterwalder, Jasmin Hörnschemeyer, Verena Fulbrecht, Ann-Christin Steinbach und Anna-Katharina Schmitte und der Anfang war gemacht, um letztendlich ihrer Schule das Prädikat "Schule ohne Rassismus" verleihen zu können. Dafür erhielten die engagierten Mädchen eine Liste mit dem Zweck, bei Mitschülern, Lehrern und Schulangestellten Unterschriften zu sammeln. Das machten sie mit großem Erfolg. Jedoch ist das Schild "Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage" nicht als Etikette zu verstehen, sondern als Auftrag, couragiert gegen jede Art von Diskriminierung vorzugehen.
Als Schirmherren der Aktion sind die Mitglieder der Band "Soda Maker" aus dem Ruhrgebiet sofort mit eingestiegen und haben somit die Patenschaft für das Schulprojekt übernommen, da auch sie meinten, dass es eine gute Sache ist.

weihnachtsmarktDie Übergabe und Geschichte

Nachdem drei der vier engagierten Mädchen die Schule verlassen hatten, starb das Projekt jedoch nicht aus, da sich die eine übriggebliebene Schülerin mit andern Mitschülern zusammen tat und das Projekt weiter leben lies, in dem sie mit Zeitaufwand und durch tolle Projekte das SOR-SMC Projekt weiter betreuten.
Auch in diesem Schuljahr waren wieder 12 Jungen und Mädchen sofort bereit, dieses Projekt zu unterstützen. Teresa Latzke, Corinna Pöppelmann, Anne Kuhl, Elena Erisova, Janina Bunten, Kristina Lenze, Anna Wienkämper, Christina Teepe, Maren Schwegmann, Joachim Meiners, Jan Westmeier und Benedikt Zander haben, mit der tatkräftigen Unterstützung der Lehrerin Jutta Franke, die auch zuvor schon das Projekt begleitet hatte, noch einige Aufgaben vor sich. Sie versuchen in der nächsten Zeit einige Projekte zustande zu bekommen. Unter anderem werden sie einen Stand auf dem Weihnachtsmarkt in Westerkappeln haben. Auch steht ein Konzert gegen Rechts in Verbindung mit dem Goethe-Gymnasium in Ibbenbüren auf dem Plan.

 

HBMSSOR_SMC 2006 155Die Erfahrung

Jüngst nahmen einige der Schülerinnen an einem bundesweiten Schülertreffen von Schule ohne Rassismus-Schule mit Courage in Bremen teil. In einem Markt der Möglichkeiten wurden die Aktivitäten, die an den verschiedenen Schulen stattgefunden haben, vorgestellt. Danach wurden zahlreiche Workshops zu Themen wie Strategien der Rechtsextremisten, Flucht und Asyl, Vernetzung oder Internetdokumentation, unsere Stadt ohne Rassismus, schwul oder lesbisch und Radio Q-Rage angeboten. Auf der Rückfahrt mit der Bahn mussten die teilnehmenden Schülerinnen dann leider die Auswirkungen von Rassismus und Diskriminierung unmittelbar miterleben. Sie hatten sich ein Wochenendticket mit einem dunkelhäutigen geteilt, der im Zug von einer Gruppe Neo-Nazis beschimpft und bedroht wurde. Ausländerfeindlichkeit war deutlich zu spüren. Das war nicht ungefährlich.
Zusätzlich besuchen die Schülerinnen und Schüler immer wieder neue Aktionen zu dem Thema. Unter anderem waren sie dazu auch schon in Münster bei einem Landestreffen und werden auch bald nach Hagen und Ibbenbüren fahren.

Unsere Meinung

Wir sind der Meinung, dass alle Menschen gleichwertig sind und dass niemand bevorzugt oder benachteiligt werden darf wegen der Hautfarbe, des Glaubens, seiner Herkunft oder Sprache. Außerdem sind wir uns einig, dass die Öffentlichkeit auf die Thematik intensiv aufmerksam gemacht werden muss.

HBMSSOR_SMC 2006 156Das Projekt

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SOR-SMC) ist ein Projekt von und für SchülerInnen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen. Dazu müssen sie einmal im Jahr eine Aktion starten um das SOR-SMC-Schild behalten zu dürfen. Denn das Schild ist nicht als Etikette zu verstehen, sondern als Auftrag, couragiert gegen jede Art von Diskriminierung vorzugehen.