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Theater-AG spielt "Hilfe die Herdmanns kommen"

20081219bwnGesocks an der Krippe in der Realschule

Theater-AG spielt "Hilfe die Herdmanns kommen"

"'Alarmstufe Rot, die Herdmanns kommen!' Was das bedeutet, wird schnell klar, als eine wilde Horde von sechs Jugendlichen am Mittwochabend die Bühne der Aula der Realschule stürmt. 'Die schlagen zu, lügen, klauen Frikadellen, rauchen Zigarren, setzen den alten Geräteschuppen in Brand, kein Wunder, schließlich sitzt der Vater im Gefängnis, und die Mutter muss den ganzen Tag in der Schuhfabrik arbeiten. ..'
Vorurteile gibt es in Mengen über das 'Gesocks'. Nicht nur in der literarischen Vorlage Barbara Robinsons. Doch in dem Buch 'Hilfe die Herdmanns kommen' gelingt schließlich die Premiere 'des besten Krippenspiels, das man je gesehen hat'.
Eine tolle Premiere brachten auch die 20 Jugendlichen der Theater-AG der Realschule am Mittwoch mit ihrer Version des Klassikers 'Hilfe, die Herdmanns kommen' auf die Bühne.
Ihr Lehrer und AG-Leiter Joachim Kuchenbecker hatte das 'Theaterstück mit Songs' nach der Vorlage Barbara Robinsons geschrieben und gemeinsam mit den Schülern der sechsten und siebten Klassen inszeniert. Riesig war die Aufregung unter den jungen Akteuren, bevor endlich der Vorhang aufging und einen Blick auf die selbst gebastelten Kulissen freigab.
Hier spielen sich die Vorbereitungen für das traditionelle Krippenspiel ab, und als klar ist, dass die sechs Herdmann-Kinder alle Hauptrollen besetzen, scheint die Katastrophe ihren Lauf zu nehmen. Doch es kommt anders: Die 'schlimmsten Kinder aller Zeiten' sorgen für 'das beste Krippenspiel, das man je gesehen hat'.
Die vermeintlich Asozialen setzen nach ihrem Gusto die Weihnachtsgeschichte in Szene, da spielt eine gehörige Portion Naivität mit.

Da wird der Verkündigungsengel zu Batman, die Heiligen Drei Könige bringen Schinken statt Weihrauch und Myrrhe mit, und Maria lässt niemanden an ihr Kind heran, weil sie Angst vor Herodes und seinen Leuten hat.
So wird die drohende Katastrophe zu einem Krippenspiel mit Hauptfiguren, vor denen fast alle den Hut ziehen.
Den konnte auch das Publikum in der Realschule vor den Akteuren ziehen, die die Geschichte mit viel Spaß, Humor und Spontanität aufführten. Mal Elan und umwerfend komisch spielten und sangen sie sich in die Herzen der Zuschauer, die am liebsten noch eine Zugabe gesehen und gehört hätten. Immer wieder traten die Akteure vor den Vorhang - der Applaus nahm kein Ende.
Die Handlung der literarischen Vorlage ist nach wie vor aktuell: Das 'Herdmannsche Krippenspiel' ist ein gelungenes Beispiel für die Integration benachteiligter Kinder. Um bedürftige Kinder in der Realität zu unterstützen, hatte die Theater-AG beschlossen, keinen Eintritt für die beiden Vorstellungen am Mittwoch und Donnerstag zu nehmen. Statt dessen baten Schüler und Lehrer um eine Spende zugunsten der 'Aktion Lichtblicke'.
20081219awnAbgesehen von der tollen Aufführung, die die Schüler auf die Beine gestellt hatten, gab es für Schulleiter Ralf Kutschwalski und Lehrer Joachim Kuchenbecker einen weiteren Grund zur Freude. Ulrike Rumler-Meiners, Erste Vorsitzende des Förderkreises der Schule, überreichte vor der Premiere zur Unterstützung der Theaterarbeit 2000 Euro.
Das Geld sei bereits ausgegeben worden, betonten alle drei schmunzelnd, und zwar für die Headsets, mit deren Hilfe die jungen Akteure auch noch den letzten Winkel des Zuschauerraums erreichen konnten."

Westfälische Nachrichten vom 19. 12. 2008 - Foto: Dietlind Ellerich

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Vorlesewettbewerb der Realschule

20081209wnAnn-Christin Wolters siegt

Vorlesewettbewerb der Realschule

"Leon, Arijana, Philip, Lin, Ann-Christin und Sirwan sitzen mit Lampenfieber in der Aula - heute vor großem Publikum. Ihre Mitschüler aus den sechsten Klassen haben sich versammelt, um sie durch die Endausscheidung beim schulinternen Lesewettbewerb zu begleiten.
Die sechs Klassensieger, jeweils zwei aus einer Klasse, lassen sich aber nicht aus der Ruhe bringen. Nun gilt es, vor den Mitschülern und vor der Jury zu bestehen. Die Lehrerinnen Jutta Lux und Inge Wrede, der Lehrer Alfons Hüttermann und der ehemalige Leiter der Realschule, Franz-Josef Schlie, achten genau auf die Qualität der Vorträge.
Zunächst lesen die Kinder aus ihren mitgebrachten Lieblingsbüchern. In der zweiten Runde gilt es dann, einen bis dahin unbekannten Text vorzulesen.
Die Entscheidung der Jury fällt dank der vielen guten Beiträge sehr knapp aus. Als Sprecher der Bewertungskommission verkündet Franz-Josef Schlie das Ergebnis: Ann-Christin Wolters ist Siegerin im Lesewettbewerb. Schulleiter Ralf Kutschwalski überreicht Buchgutscheine an die drei Erstplatzierten. Er bedankt sich bei den Vorlesern für das große Engagement und beim Publikum für die Begeisterung und das faire Verhalten während der Lesung.
Enttäuscht sind die zweiten Sieger nicht. Sie sind stolz darauf, auf dem Podiummit großem Eifer ihre Klassen vertreten zu haben.
Für Ann-Christin geht es in die nächste Runde. Im kommenden Jahr wird sie die Realschule im kreisweiten Wettbewerb vertreten."

Westfälische Nachrichten vom 09. 12. 2008

 

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Realschüler in Jesolo, Venedig und Padua

20081028wtItalienische Momente der Abschlussfahrt

Realschüler in Jesolo, Venedig und Padua

"Die Abschlussfahrt der Klasse 10a der Realschule Westerkappeln führte per Bus nach Lido di Jesolo in Italien. Von dort aus fanden Tagesfahrten nach Venedig, nach Murano und nach Padua statt.
Beeindruckend war die Führung durch Venedigs Altstadt, bei der auch Stadtteile einbezogen wurden, die etwas weiter vom touristischen Geschehen entfernt liegen. Die Gebäude am Markusplatz wurden bewundert und beim Mittagshochwasser in der Lagune nach und nach von Wellen überschwemmt wurde. Auf Murano gab es bei der Vorführung der Glasbläserkunst großes Erstaunen darüber, wie schnell aus einem zähflüssigen Klumpen eine Flasche oder eine Pferdestatue entstand.
Im Mittelpunkt des Besuches in Padua stand die Besichtigung der Basilika des heiligen Antonius. Trotz des Programms blieb aber auch noch Zeit für ausgiebiges Toben im Meerwasser."

Westfälische Nachrichten vom 28. 10. 2008

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Realschüler bei Unicef-Jubiläum in Osnabrück

20081028wnArbeit mit Herz

Realschüler bei Unicef-Jubiläum in Osnabrück

"'Was ist und was tut Unicef?' - mit einer Ausstellung zu diesem Thema hat sich eine Gruppe von Realschülern am Jubiläum der Unicef-Arbeitsgruppe Osnabrück beteiligt.
Auch Festredner Steffen Seibert interessierte sich für das Engagement der Westerkappelner und diskutierte mit ihnen über die Arbeit von Unicef. Seibert hielt den Festvortrag zum 40. Geburtstag der Arbeitsgruppe Osnabrück. Der Unicef-Botschafter erläuterte anhand von Beispielen, wie erfolgreich die Arbeit des Kinderhilfswerks in den vergangenen Jahren gewesen sei. Dabei betonte er, dass ohne das ehrenamtliche Engagement 'die Organisation kein Gesicht und keine Stimme gegen das Unrecht' habe.
Der Moderator wird nicht müde, die Bedeutung der gemeinnützigen Arbeit zu betonen. Man müsse das Thema in die Köpfe und Herzen der Menschen pflanzen'.
Weitere Gäste würdigten die 'erfolgreiche Arbeit des Kinderhilfswerks bei vielen Projekten in aller Welt'.

Westfälische Nachrichten vom 28. 10. 2008

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Der Schulalltag von Ralf Kutschwalski hat sich verändert

Wenn aus dem Lehrer der Rektor wird

Der Schulalltag von Ralf Kutschwalski hat sich verändert

"Mathe ist nicht jedermanns Sache. Das ist verständlich. Doch Ralf Kutschwalski ist nicht jedermann. Der 56-jährige ist seit diesem Schuljahr Rektor der Realschule Westerkappeln, und er ist passionierter Pädagoge, vor allem was den Mathematikunterricht betrifft.
Die Schüler der Klasse 10 c beschäftigen sich zurzeit mit Körperberechnungen: Wie groß die Oberfläche eines Zylinders? Wie lautet das richtige Ergebnis des Rauminhalts?
Die Jugendlichen versuchen die Lösungen auf ihr Arbeitsblatt einzutragen. Einige helfen sich gegenseitig. Einige fragen ihren Lehrer um Rat: Ralf Kutschwalski.
Er setzt sich neben seine Schüler, in Einzelgesprächen werden Details besprochen. Die Atmosphäre ist locker, das Verhältnis zwischen den Schülern und dem Pädagogen scheint zu stimmen.
Die meisten sind - trotz der warmen Witterung und der eher schwülen Luft im Klassenzimmer - bei der Sache. Doch das Wochenende steht vor der Tür. Nur noch ein paar Minuten, dann wird die Unterrichtsstunde durch den Gong beendet sein. Es wird unruhiger im Klassenraum. Kutschwalski fordert noch einmal die Aufmerksamkeit seiner Schüler ein. Er gibt ihnen die richtigen Lösungen mit auf den Weg. Jeder soll zu Hause noch einmal die Aufgaben nachrechnen und anhand der gemachten Vorgabe kontrollieren.
Dann ertönt Gong. Die Schüler verlassen den Raum, Ralf Kutschwalski putzt die Tafel. Sein Arbeitstag geht weiter.
Seit seiner Beförderung vom Konrektor zum Rektor hat sich sein Schulalltag verändert. Er unterrichtet nur noch in drei Klassen Mathematik. In seinem zweiten Fach Erdkunde erteilt er gar keinen Unterricht mehr.

20080822awnSeine Aufgaben sind jetzt vor allem administrativer Art. 'Ich führe viel mehr Gespräche mit Schülern, Eltern und Kollegen, hinsichtlich der Schulorganisation. Und natürlich kümmere ich mich auch um Fälle, bei denen es Probleme gibt.'
32 Lehrer unterrichten an der Realschule Westerkappeln 550 Schüler in den Klassen fünf bis zehn. Träger der Schule ist der Schulzweckverband der Gemeinden Lotte und Westerkappeln. Aus ihnen kommt auch die Schülerschaft je zur Hälfte, sagt Kutschwalski.
Als Konrektor war Kutschwalski vor allem für die Gestaltung der Stundenpläne verantwortlich. Diese Aufgabe obliegt jetzt in erster Linie seinem kommissarischen Nachfolger Wilhelm Schröder.
Kutschwalski fungiert nun auch als Bindeglied zwischen Schulbehörde und Kollegium: Lehrpläne werden in Fachkonferenzen mit konkreten Unterrichtsinhalten gefüllt. Ab Klasse sieben werden so genannte Differenzierungskurse angeboten, das heißt die Schüler müssen sich entscheiden, ob sie Technik, Sozialwissenschaften, Französisch oder Naturwissenschaften als viertes Hauptfach neben Deutsch, Mathe und Englisch wählen.
Gerade ob dieser Schwerpunktbildung habe sich die Realschule Westerkappeln in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. 'Die Schule hat erheblich an Gewicht in der Region gewonnen', ist Kutschwalski überzeugt. Hierfür sei vor allem sein Vorgänger Franz-Josef Schlie verantwortlich. Seine Arbeit will Kutschwalski fortsetzen.
Ein offenes Ohr für seine Schüler will sich der Rektor jedoch trotz aller Hektik bewahren. 'Die können immer bei mir vorbeikommen und wenn ich keine Zeit haben sollte, dann vereinbaren wir eben einen Termin.'
Kutschwalski erinnert sich dabei auch an seine eigene Schulzeit, 'die lief auch nicht immer einwandfrei. Fünfen habe ich auch schon male geschrieben.' Sein Vater sei davon nicht gerade begeistert gewesen. Seine Lieblingsfächer waren immer Mathe, Erdkunde und Naturwissenschaften.

20080822bwnWenn es bei Ralf Kutschwalski mal nicht so gut lief in der Schule, 'dann musste man sich auch wieder zusammennehmen', und den Ball wieder ins Laufen bringen. Probleme können nach Ansicht des Rektors oft gemeinsam gelöst werden. Er ermutigt seine Schüler, Lehrer anzusprechen. Die Eltern sollten mit eingebunden werden. 'Misserfolge machen Angst', der will Kutschwalski frühzeitig etwas entgegen setzen.

Westfälische Nachrichten vom 22. 8. 2008 - Fotos: Karin C. Punghorst