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Realschüler führen Theaterstück auf

20060327wnJunge Schauspieler wollen Zivilcourage zeigen

Realschüler führen Theaterstück auf

"Addi ist neu in der Klasse und wird gemobbt. Eigentlich ist er ein netter Kerl, nur an seiner Hautfarbe nehmen einige Mitschüler Anstoß. Sie beschließen: 'Ich will nicht neben einem Neger sitzen.' So lautet auch der Titel des Stücks, das Schüler des Organisationsteams 'Schule ohne Rassismus und Schule mit Courage' am Freitag in der Aula der Realschule aufführen wollen.
Das, was Addi passiert, soll in ihrer Schule nicht vorkommen, wünschen sich die Schüler des Organisationsteams. Um ihre Botschaft unters Volk zu bringen, haben sie nicht einfach ein sozialkritisches Drama aus einer Literaturliste gewählt. Zehnklässlerin Maren Hackmann ist selbst unter die Autoren gegangen. Sie hat das Stück über Fremdenhass und Zivilcourage geschrieben und es mit Mitschülern einstudiert. Seit den Weihnachtsferien wurde fleißig geprobt, damit bei der 'Uraufführung' alles klappt.
Schulen, die sich dem Projekt 'Schule ohne Rassismus' angeschlossen haben, sollen jährlich eine Aktion zum diesem Thema organisieren. 'Ich will nicht neben einem Neger sitzen' wird am Freitag ab 17 Uhr in der Aula der Realschule aufgeführt."

Westfälische Nachrichten vom 23. 3. 2006 - Foto: Anke Beimdiek

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Referent klärt Eltern über das "Lions-Quest"-Programm auf

20050217wnDie Pubertät meistern

Referent klärt Eltern über das "Lions-Quest"-Programm auf

"Die Pubertät ist eine schwierige Zeit. 'Unsicherheit, Unzufriedenheit, Einsamkeit und Langeweile sind Dinge, die allen Jugendlichen zwischen zehn und 20 Jahren zumindest teilweise bekannt sind', weiß Heiner Wilms. Er ist 'Lions-Quest'-Trainer. 'Lions-Quest - Erwachsen werden', das ist ein Programm, das die Persönlichkeitsentwicklung und die soziale Kompetenz von Kindern und Jugendlichen fördern soll. Seit drei Jahren arbeitet auch die Realschule Westerkappeln in den Klassen fünf bis sieben mit dem Programm. Am Mittwochnachmittag fand dazu eine Lehrerschulung statt, an der 30 Pädagogen teilnahmen. Und am Abend informierte Heiner Wilms die Eltern über das Programm.
'Manche Jugendliche haben kaum Probleme in der Pubertät, manche haben zeitweise Probleme und manche schaffen es nicht, die Problemen konstruktiv zu kompensieren', erläuterte Wilms die unterschiedlichen Auswirkungen der Pubertät bei Jugendlichen. Folgen könnten soziale Auffälligkeiten wie Schulversagen oder Schwänzen sein. Auch Aggressivität nach außen oder sogar gegen den eigenen Körper - was sich insbesondere bei Mädchen durch Essstörungen bemerkbar mache -, seien zu beobachten. Und selbst Suchtauffälligkeiten, Selbstmorde oder Kriminalität in Form von Ladendiebstahl oder Vandalismus könnten teilweise mit der Pubertät in Verbindung gebracht werden.
'Man kann natürlich nicht alles bei jedem Kind verhindern. Aber durch Prävention lässt sich eine Menge erreichen', berichtete Heiner Wilms weiter. 'Zu warten, bis es zu spät ist, ist auf jeden Fall der falsche Weg.' Ein wesentlicher Punkt bei der Prävention sei die Stärkung des Selbstvertrauens. 'Übergeben Sie ihrem Kind Verantwortung, auch wenn es die Aufgabe beim ersten Mal nicht 100-prozentig richtig macht', riet der 'Lions-Quest'-Tainer den knapp 30 Zuhörern.
In der Realschule gibt es derzeit nur in der Jahrgangsstufe fünf eine Stunde pro Woche extra, in der die Klassenlehrer die Möglichkeit haben, Übungen aus dem 'Lions-Quest'-Programm mit den Schülern zu machen. 'Ziel ist es nun, eine solche Stunde auch für die Klassen sechs und sieben einzuführen' , sagte Konrektor Ralf Kutschwalski."

Westfälische Nachrichten vom 17. 2. 2006 - Foto: Daniela Lepper

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Viertklässler erkunden mit Eltern die Realschule

20050213wnUnbekanntes Terrain

Viertklässler erkunden mit Eltern die Realschule

"Physik, Chemie, Technik, Politik, Englisch - für viele Schüler gehören diese Schulfächer bereits zum Alltag. Doch für die jüngsten unter ihnen, die Grundschüler, sind sie noch unbekanntes Territorium. Um ihnen einen Einblick ins Schulgeschehen zu geben, lud die Realschule Westerkappeln am Samstagvormittag zum 'Tag der offenen Tür' ein. Rund 70 Grundschüler der vierten Klassen nutzten dort zusammen mit ihren Eltern die Gelegenheit, die eventuell zukünftige Schule näher kennen zu lernen.
Schulleiter Franz-Josef Schlie begrüßte die neugierigen Jungen und Mädchen mit den Worten 'Ihr müsst jetzt eine wichtige Entscheidung treffen: Welche weiterführende Schule ist für euch die richtige?' Um ihnen diese Entscheidung zu erleichtern, hatte sich das Kollegium der Realschule ein vielfältiges Programm ausgedacht.
Die Jazzdance-Gruppe 'Street Dancers', bestehend aus Schülern der fünften und sechsten Klasse der Realschule, leitete den Vormittag mit einer Tanzeinlage ein. Danach begaben sich die Besucher in kleinen Gruppen und in Begleitung von Lehrern der Realschule auf Erkundungstour.
Als besonders spannend erwies sich dabei der Besuch einer Unterrichtsstunde. Einige Schüler der fünften Klasse der Realschule hatten sich bereit erklärt, ausnahmsweise auch am Samstag die Schulbänke zu drücken, um die Viertklässler eine Unterrichtsstunde hautnah miterleben zu lassen. So wurde beispielsweise den jungen Gästen, die den Physikunterricht besuchten, ein kleiner Einblick in das Thema 'Magneten' gegeben. Die Schüler aus den vierten Klassen verfolgten das Geschehen interessiert, wenn auch noch etwas mit Zurückhaltung.

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Schüler machen Praktikum

20050210wt-01Zum Schnuppern in die Arbeitswelt Erwachsener

Schüler machen Praktikum - Deko, Technik und müde Füße


"Erstmals lernen 93 Schüler der Realschule Westerkappeln den Berufsalltag kennen. Acht-Stunden-Tage, Kollegen und vor allem Vorgesetzte stellen während ihres zweiwöchigen Betriebspraktikums für viele eine völlig neue Erfahrung dar.
Die Jugendlichen haben sich ihren Praktikumsplatz selbst gesucht. Viele sind in Westerkappeln untergekommen, doch auch nach Lotte, Osnabrück, Ibbenbüren und sogar nach Rheine haben sich manche gewagt. 'Auf eine gute Vorbereitung legt die Schule Wert', sagt Rektor Franz-Josef Schlie. Im Unterricht lernten die Schüler, wie sie eine Bewerbung schreiben und sich richtig vorstellen. Das Betriebspraktikum biete eine sehr gute 'Hinführung in die berufliche Welt', meint der Schulleiter.

In der 'Efeu-Ranke' in der Kreuzstraße in Westerkappeln werden zurzeit sogar drei Praktikantinnen gleichzeitig betreut: Scheia Monika Dean, Katharina Bänsch und Anna Kröger. Anna hat sich ganz gezielt in dem Blumengeschäft beworben. 'Einen eigenen Laden hätte ich auch schon irgendwann einmalgerne', sagt sie. Katharina hatte ursprünglich vor, im Osnabrücker Zoo ein Praktikum zu absolvieren, doch sie erhielt eine Absage. Die Arbeit im Blumengeschäft gefällt ihr aber auch. Im Dekorieren und Kränzebinden sind beide schon ganz fit. 'Einen Strauß zu binden ist jedoch schon eine Herausforderung', erzählt Anna. Als anstrengend empfinden die Mädchen das lange Stehen.